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Aus der Praxis

Projekte, die im Betrieb stehen

Eine Auswahl an Arbeiten aus den letzten Jahren. Wo Kunden nicht namentlich genannt sind, ist das Absicht — die technischen Angaben stimmen trotzdem.

Schmuck & Manufaktur

Drei Verkaufskanäle in einer Shopware-Installation, dazu eine Händlersuche, die wöchentlich aus einer Lieferantenliste befüllt wird — inklusive Adressauflösung in Koordinaten.

Ausgangslage

Der Hersteller betreibt einen Endkundenshop, einen Bestellkanal für den Fachhandel und einen internationalen Auftritt — technisch alles eine Installation. Die Händlersuche wurde bis dahin von Hand gepflegt: Ein Mitarbeiter trug neue Verkaufsstellen einzeln ein, Adressänderungen fielen oft erst auf, wenn sich ein Kunde beschwerte.

Lösung

Der Import läuft heute als eigenes Modul in der Administration. Eine hochgeladene Händlerliste wird über eine stabile Kennung je Datensatz abgeglichen: bekannte Einträge werden aktualisiert, neue angelegt, und nur bei tatsächlich geänderten Adressen werden Koordinaten neu ermittelt. Der Upload läuft wöchentlich, ohne dass jemand einzelne Datensätze anfasst. Parallel wurde die Installation von 6.7.9 auf 6.7.12 gehoben.

Verkaufskanäle in einer Installation
3
Händlerdatensätze im Abgleich
rund 870
Pflegeaufwand je Woche
ein Upload

Kunststoffverarbeitung

Ein Konfigurator, der Platten nach Maß berechnet — und ein Versandrechner, der bei sperrigen Zuschnitten die Gurtmaßregel der Paketdienste berücksichtigt.

Ausgangslage

Das Sortiment besteht aus Platten, die es in keiner festen Größe gibt. Kunden geben Maße, Materialstärke und Bearbeitung an; daraus entsteht der Preis. Im Standard-Produktraster von Shopware ist das nicht abbildbar. Dazu kam ein Versandproblem: Ein langer, schmaler Zuschnitt wiegt wenig, sprengt aber die Maßgrenzen der Paketdienste — die Standardberechnung nach Gewicht ergab regelmäßig zu niedrige Versandkosten.

Lösung

Der Konfigurator berechnet den Preis aus Fläche, Materialstärke und den gewählten Bearbeitungsschritten. Der Versandrechner prüft zusätzlich das Gurtmaß und schlägt bei Überschreitung auf den Sperrguttarif um, statt nur das Gewicht heranzuziehen. Beides läuft im Checkout, ohne Zwischenanfrage beim Kundenservice. Die Installation wurde parallel auf 6.6.10 gehoben, vorab getestet auf einer Staging-Kopie.

Preisbildung
nach Maß statt nach Variante
Versandkosten
inklusive Gurtmaßprüfung
Rückfragen beim Service
entfallen im Standardfall

Großhandel

Eine Suche, die knapp 9.200 Varianten auch bei Tippfehlern findet — und eine interne Anwendung, die einen Liefer-Workflow aus Formularen, Erinnerungen und PDFs abbildet.

Ausgangslage

Der Katalog umfasst rund 2.400 Produkte mit gut 9.100 Varianten. Die Standardsuche fand Artikel nicht, die im Shop nachweislich vorhanden waren, sobald ein Buchstabe im Suchbegriff falsch war oder eine Bezeichnung abweichend geschrieben wurde. Parallel lief die Abstimmung von Lieferterminen über Tabellen und E-Mail — mit dem üblichen Ergebnis, dass Rückmeldungen untergingen.

Lösung

Für die Suche kam OpenSearch zum Einsatz, mit Fehlertoleranz und Filtern über die Variantenmerkmale. Der interne Ablauf wurde zu einer eigenen Symfony-Anwendung: Kunden erhalten ein Formular zur Terminbestätigung, das System erinnert gestaffelt nach, und aus dem Vorgang entsteht am Ende ein PDF für die Akte. Die Alternative wäre eine Lizenz für eine Standard-Workflow-Plattform gewesen.

Produkte im Index
rund 2.400
Varianten im Index
rund 9.200
Terminabstimmung
Formular statt E-Mail-Kette

Kultur & Veranstaltungen

Ein kompromittierter Onlineshop mit untergeschobener Phishing-Seite — bereinigt, abgesichert und anschließend auf eine Struktur umgestellt, die deutlich weniger Angriffsfläche bietet.

Ausgangslage

Der Shop lieferte Besuchern zeitweise eine fremde Anmeldeseite aus. Auf dem Server lagen mehrere hinterlegte Zugänge, über die Angreifer jederzeit zurückkehren konnten. Zwischen Systemdateien und legitimen Inhalten war auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden, was dazugehörte und was nicht.

Lösung

Zuerst wurde der Umfang bestimmt: Welche Dateien wurden verändert, welche Zugänge existierten, wann begann der Vorfall. Danach folgten Bereinigung, Austausch aller Zugangsdaten und das Schließen der genutzten Lücken. Für die Inhalte, die keine Shop-Funktion brauchten, entstand eine schlanke eigene Lösung mit einer klar abgegrenzten Programmierschnittstelle — deutlich weniger Angriffsfläche als der vorherige Aufbau.

Phishing-Auslieferung
gestoppt
Hinterlegte Zugänge
entfernt
Angriffsfläche
reduziert durch Neuaufbau

Reden wir über Ihr Projekt

Ob Erweiterung, Upgrade oder ein Shop, der langsam geworden ist: Schildern Sie kurz die Lage, ich melde mich mit einer ehrlichen Einschätzung.